Roadtrip Namibia – Afrika

Nach wochenlanger Reiseplanung und Reisevorbereitungen kann es nun endlich losgehen. Mit einem Condor Direktflug ab Frankfurt fliegen wir in 10,5 Stunden direkt nach Windhoek. Zumindest hoffen wir das. Am heutigen Streiktag von Verdi fallen rund 900 Lufthansa Flüge aus. Doch wir haben Glück, die wenigen Flüge an diesem Tag werden von Condor durchgeführt.

Ankunft in Windhoek

11. April Tag 1

Um viertel nach sechs landen wir in Windhoek und erleben unseren ersten Sonnenaufgang in Namibia auf dem Rollfeld. Um acht Uhr erhalten wir unseren Mietwagen und erhalten ein kostenloses Upgrade auf einen Ford Ranger 4 x 4. Allerbeste Voraussetzungen für unsere rund 5000 km auf 90 % nicht asphaltierten Straßen.

Wir machen uns auf den Weg zur Jansen Guest Farm in der Kalahari. Unterwegs sehen wir am Straßenrand immer wieder große Rudel Affen und viele andere Tiere. In Windhoek gehen wir zunächst die Vorräte, vor allem Wasser einkaufen. Kurz nach Windhoek passieren wir den Heroes‘ Acre, den „Heldenacker“. Ein nordkoreanisches Bauunternehmen errichtete das umstrittene Bauwerk. Wir sehen aus der Ferne nur den 15 Meter hohen, weißen Marmor Obelisken. 

Kalahari

Nach etwa 200 km in dieser fremden, faszinierenden neuen Welt in südlicher Richtung ist es geschafft. Wir sind in der Kalahari angekommen, sie die größte Wüste der Welt. Der stahlblaue Himmel im Kontrast zu den roten Sanddünen, den grünen Akazien und dem gelben Gras wirkt extrem auf uns. Immer wieder sehen wir die riesigen Nester der Siedelweber Vögel in den Kameldornbäumen. Am Wegesrand sehen wir ein Rudel Warzenschweine und erreichen dann unsere Lodge 60 km fern der Zivilisation.

Jansen Kalahari Guest Farm

Für uns ist es eine gigantisch große Ranch, für viele Farmer hier wäre sie jedoch noch sehr überschaubar. Am frühen Abend machen wir mit den Jansens eine Sundowner Tour in die Wüste und genießen einen fantastischen Sonnenuntergang in unglaublichem rot und im Osten vier Gewitter über der Kalahari Wüste mit leckeren hausgemachten Snacks, Wein und Bier. Wir sind zunächst einmal geflasht. Wir können euch die Jansen Kalahari Guest Farm mit gutem Gewissen empfehlen. Preis Leistung ist absolut top.

Bei stockfinsterer Nacht fahren wir auf der Pritsche stehend auf dem Pickup durch die Wüste und sehen einige Tiere im Scheinwerferlicht. Erschöpft durch die lange Reise und den herrlichen Eindrücken fallen wir früh und todmüde ins Bett.

12. April Tag 2

Um 6:30 Uhr erleben wir einen fantastischen Sonnenaufgang mitten in der Kalahari. Nach einem leckeren Frühstück, welches uns direkt in das Zimmer gebracht wurde, fahren wir weiter nach Keetmanshoop rund 300 Kilometer weiter südlich.

Keetmannshoop

Hier besuchen wir etwa 15 km nördlich von Keetmanshoop den Köcherbaumwald (Kookerboom Forest)und den Giant´s Playground. Die Köcherbäume (Aloen) sehen bei Sonnenuntergang fantastisch aus, wenn die letzten Sonnenstrahlen auf die goldene Rinde der Bäume leuchten. Wir hatten noch das Glück, das Regen vorbeizog und einen doppelten Regenbogen in die Szenerie zauberte. Die Stimmung war einfach unbeschreiblich.

Der Giant´s Playground ist nur wenige Kilometer weiter. Die Felsen entstanden in der Frühzeit der Erdgeschichte und wurden im Laufen von Jahrmillionen freigespühlt. Wenn ihr noch einmal 20 km draufpackt kommt ihr zum Mesosaurus Park, in dem bis zu 35 cm lange versteinerte Reptilien von vor 300 Mio. Jahren zu sehen sind. In der Quiver Tree Lodge zeigten uns die Besitzer Coenie and Ingrid Nolte, ihre Sammlung an Versteinerungen bei einem kühlen Bier, weshalb wir uns den Weg sparten.

Quiver Inn Guesthouse

Hier würden wir euch empfehlen direkt am Quiver Tree Forest Rest Camp mit Campingplatz und Appartments zu übernachten. Wir hatten leider schon eine schöne Lodge, das Quiver Inn Guesthouse, direkt in Keetmanshoop gebucht. Die Unterkunft war neu mit Küche und sehr komfortabel mit gemütlichem Garten, dennoch hätten wir die Nacht auch gerne am Köcherbaumwald verbracht.

13. April Tag 3

Am Vormittag besuchen wir das Zentrum von Keetmanshoop, das sehr deutsch geprägt ist. Überall finden sich die Spuren der Vergangenheit. Der alte Bahnhof, die Poststation und die Kirche mit Museum sind sehenswert.

Fishriver Canyon

Unser heutiges Ziel ist der Fish River Canyon weitere 150 km weiter südlich. Nach einer langen und spannenden Fahrt machen wir halt am Road House. Das Road House ist eine Lodge und ein Restaurant und widmet sich ausschließlich alten Fahrzeugen. Das Ganze gleicht einem Oldtimer Museum mit Bar und Restaurantbetrieb.

In unserer Unterkunft, dem Gondwana Canyon Village, genießen wir zuerst einmal ein Bad im Pool. Bei Dämmerung gibt es einen schönen Sundowner Spaziergang auf einen nahe gelegenen Fels mit toller Aussicht auf die gesamte Umgebung. In unserer komfortablen Unterkunft freuen wir uns auf den nächsten Morgen am Fish River. Er ist nach dem Grand Canyon der zweitgrößte Canyon der Welt und extrem beeindruckend.

14. April Tag 4

Um 5 Uhr klingelt unser Wecker und wir machen uns bei absoluter Dunkelheit auf den Weg zum Fishriver Canyon. Fast alleine genießen wir den Sonnenaufgang am Fish River gemeinsam mit Pavianen die hier Frühstücken und sich zwischen uns und unser Auto bewegen. Fast schon etwas unheimlich…. Es geht noch einmal zurück zur Unterkunft zum Frühstück bevor wir packen und uns den Fishriver Canyon bei Tageslicht noch einmal in Ruhe ansehen. Unterwegs beobachten wir noch eine Herde Zebras und gehen dann am Canyon etwas wandern.

Seeheim

So langsam machen wir uns auf den Weg nach Seeheim in unsere nächste Unterkunft, dem Seeheim Hotel. Das Hotel ist sehr alt und wirkt gespenstisch. Es hat daher eine coole Atmosphäre, doch leider ist es mit Stechmücken verseucht. Es gibt ein leckeres Abendessen und wir gehen früh ins Bett und können leider kaum ein Auge zu machen.

15. April Tag 5

Nach einem guten Frühstück setzen wir unsere Reise fort Richtung Lüderitz. Gesamtstrecke über die B4 beträgt rund 400 km. Die alte Eisenbahnbrücke in Seeheim ist einen Abstecher wert, auch lohnt ein Stopp an der Brücke B4 Richtung Lüderitz über den Fishriver. Unterwegs sehen wir uns Aus an und tanken voll. Hier besichtigen wir den Soldatenfriedhof bevor wir 20 km weiter bei den Wildpferden in Garub halt machen. Die Wildpferde sind wohl Nachkommen einer spanischen Einheit, die nach einem Luftangriff eines deutschen Fliegers in die Freiheit gelangten.

Es gibt da einen Beobachtungsposten an einem Wasserloch an dem ihr Wildpferde Strauße, Oryx Antilopen und Springböcke beobachten könnt. Jetzt sind es noch etwa 80 km bis Lüderitz.

Lüderitz

In Lüderitz haben wir ein tolles Hotel für 2 Nächte. Das Cormorant House mit Blick direkt in die Bucht von Lüderitz.

Nach dem Check In fahren wir durch die Lüderitzbucht zum Diaz Kreuz, welches der portugiesische Seefahrer Bartholomäus Diaz 1488 errichten ließ. Dann geht es weiter zur großen Bucht südlich von Lüderitz mit heftigem Nebel und einer schönen Offroad Route.

16. April Tag 6

Um 8.00 Uhr startet unser Katamaran Trip zu der Pinguin Insel Halifax. Auf der Hinfahrt kreuzen hunderte Kormorane unsere Fahrt. Hier werden sie auch die Luftwaffe genannt, da sie wie eine angreifende Armee über das Meer fliegen.

Unterwegs sehen wir immer wieder Robben und Delfine, es ist einfach herrlich. Am Ziel sehen wir Brillenpinguine oder wie unser Guide sie nannte, Jack Ass Pinguine, die sich am Ufer noch einfetten, bevor sie in die Fluten tauchen. Die 450,- Namibia Dollar (NAD) haben sich gelohnt.

17. April Tag 7

Kolmannkuppe Diamantmine

Bevor wir uns auf den Weg ins Tiras Gebirge machen, statten wir der Geisterstadt Kolmanskop, oder auch Kolmannskuppe einen Besuch ab. Die Geisterstadt Kolmanskop liegt etwa 10 km landeinwärts und ist absolut sehenswert. Die gesamte Stadt, die durch den Diamantabbau entstand und schnell wuchs, steht bis heute und wird langsam aber sicher von der Wüste verweht bzw. begraben.  Die Arbeiter bekamen zwei Jahresverträge, dann zwei Wochen Quarantäne. Sie bekamen Rizinusöl und dann mussten sie auf die Toilette zum Aussieben. In Kolmannskop gab es das erste Röntgengerät in Namibia, das nur den Zweck hatte geschluckte Diamanten zu erkennen, nicht etwa um Knochenbrüche festzustellen.

Tiras Gebirge (300 km)

18. April Tag 8

Von Lüderitz aus geht es wieder über Aus auf der C 13 in Richtung Tiras Gebirge. Über 80 km führt uns der Weg weiter auf die D 707, eine der schönsten Strecken Namibias.

Ranch Koiimasis Farm-Lodge

Nach 50 km geht es dann rechts ab auf die Ranch Koiimasis Farm-Lodge. Jetzt sind es nur noch 20 km ans Ziel. Unsere Unterkunft, das Schwalbennest liegt abseits auf einer weiten Ebene umrahmt von felsigem Gebirge mit Wildpferden, Springböcken und Oryx Antilopen. Es gibt sogar Leoparden die hin und wieder auch die Wildbestände dezimieren. Die Farmer erzählen uns, das sie ihre Tiere teilweise nur einmal im Jahr sehen, da sie sonst fern ab auf den Weiden unterwegs sind. Die Pferde wachsen meist wild auf und werden dann klassisch von Cowboys zugeritten.

Wir genießen die Ruhe und Abgeschiedenheit und freuen uns über herrliche Sonnenuntergänge und einen fantastischen Nachthimmel, der hervorragend geeignet ist Langzeitbelichtungen zu machen. Hier gelingt es mir erste Mal schöne Milchstraßen Aufnahmen zu schießen. Wir verbringen hier zwei Nächte und erholen uns für die nächste Fahrt nach Sesriem.

Sesriem

19. April Tag 9 (170 km)

Auf dem Weg nach Sesriem statten wir dem Schloss Duwisib einen Besuch ab. Der ehemalige Sitz eines deutschen Adligen mitten in der Wüste. Unterwegs solltet ihr auf keinen Fall das Tanken vergessen.

In Sesriem wohnen wir in der Desert Quiver Camp Farm. Es liegt an der Straße D826 & C27 in Sesriem und gönnen uns erst einmal ein Bad im Pool mitten in der Wüste. In der nahegelegenen Soussuvlei Lodge gibt es ein fantastisches Grillbuffet, das ihr euch nicht entgehen lassen solltet. Neben den uns bekannten Fleischsorten, müsst ihr unbedingt Oryx, Springbock und andere namibische Fleischsorten probieren. Für Fleischliebhaber ist Namibia im Übrigen ein Traum.

Namib Naukluft

20. April Tag 10

Ab 7.00 – 18.30 Uhr ist es dann möglich für 170,- NAD zum Sossusvlei im Namib Naukluft Park zu fahren… Vom Gate sind es 63 Kilometer bis zum Dünengebiet. Um sieben wartet dann schon eine längere Autoschlange vor dem Gate. Wenn ihr den Sonnenaufgang auf einer Düne sehen wollt, solltet ihr entweder innerhalb des Namib Naukluft Parks übernachten, was allerdings einiges mehr kostet. Oder aber ihr fahrt kurz nach dem Eingang rechts zu den Elim Dunes ab und genießt die Ruhe bei Sonnenaufgang.

An der Düne 45 ist ein obligatorischer Stopp angesagt. Hier halten alle Busse und die Touris erklimmen zum Teil diese „Bilderbuch-Düne“, die deshalb auch einigermaßen zertrampelt ist. Wir empfehlen euch ein paar Kilometer vor dem berühmten Kilometer 45 die Augen aufzuhalten, um eine unberührte Düne zu fotografieren. Ihr seht sie direkt von der Straße aus.

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Sossusvlei

Vom ersten Parkplatz im Vlei sind es noch einmal 4 km zu Fuß oder mit dem Shuttlebus bis zum Sossusvlei. Mit einer anständigen Untersetzung im Getriebe könnt ihr die Fahrt durch den tiefen Sand jedoch auch selbst wagen und es macht irre Spaß. Nur zu langsam solltet ihr nicht werden, sonst grabt ihr euch ein…

Im Vlei stehen abgestorbene Akazienbäume und es ist umgeben von bis zu 350 Meter hohen Dünen – ein fantastischer Anblick und ein Muss auf der Rundreise durch Namibia. Mit genügend Wasser und etwas Kondition könnt ihr links am Vlei auf die hohe Düne wandern und später fast senkrecht hinuntergehen. Die Aussicht von oben soll gigantisch sein. Wir waren leider nicht fit genug um hinauf zu steigen.
Auf dem Rückweg lohnt sich der Abstecher in den Sesriem Canyon.

Unterwegs im Namib Naukluft Park

Sesriem Canyon

Etwa 4 km nach dem Parkeingang könnt ihr den Sesriem Canyon besichtigen. Er entstand durch Erosion und tektonische Verschiebung vor ca. 2 Millionen Jahren. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall und nimmt nicht allzu viel Zeit in Anspruch. Sesriem bedeutet sechs zusammengebundene Riemen. Diese waren notwendig um das Wasser aus der 30 Meter tiefen Schlucht zu holen.

Den Abend verbringen wir  zum Essen wieder in der Sossusvlei Lodge und beim anschließenden Sternenhimmel fotografieren vor unserer Lodge war ich plötzlich von vielen Antilopen umgeben. Keine fünf Meter entfernt schleicht ein Schakal an mir vorbei. Da ich bei dieser Dunkelheit kaum etwas erkenne und nur die Geräusche wahrnehme, ist das sehr spannend. Zu guter Letzt versuche ich auch noch die Fledermaus zu fotografieren die seit zwei Stunden um mich herumschwirrt, leider nur mit mäßigem Erfolg.

21. April (350 km)

Am heutigen Morgen geht es früh los. Es liegen heute immerhin 350 Kilometer bis Swakopmund durch die Namib vor uns. Unterwegs liegt die berühmte Tankstelle bei Solitaire. Dem einen oder anderen Biertrinker dürfte sie noch aus der Fernsehwerbung bekannt sein. Und, wenn nicht solltet ihr da auf jeden Fall kurz halten. Es gibt guten Kaffee und Kuchen und die gesamte Anlage ist genial mit Oldtimern dekoriert. Auf dem Gelände entdecken wir auch eine kleine Kolonie Erdmännchen, also Augen auf. Dann fahren wir viele Kilometer durch die Namib. Sie ist die älteste Wüste der Welt. Kutz vor der Walfischbucht biegen wir rechts Richtung Swakopmund ab und stoppen an der Düne 7, einem Abenteuer & Sportcenter. Hier könnt ihr auf Surfbords die Steile Düne hinunterfahren und Quadtouren machen.

22. April Tag 12

Am heutigen Tag steht eine Bootstour in der Walfisch Bucht auf dem Programm. Die Walfish Bay ist bekannt für die zahlreichen Robben, die nicht nur massenhaft auf den großen Sandbänken liegen, sondern auch auf unser fahrendes Boot springen. Neben den Robben gibt es noch mehr blinde Passagiere: insgesamt 7 Pelikane. Unterwegs hatten wir auch das Glück springende Delfine zu beobachten. Die Fahrt führt vorbei an einigen Austern Farmen. Die hier gezüchteten Austern wurden als die besten der Welt angepriesen, da die Wasserqualität in dieser Bucht so gut sein soll. So kam es, das ich mich auch überwunden habe, eine davon zu probieren. Und ja, sie war glitschig, wie ich mir das dachte, aber sie war überraschend lecker. Jedoch sind mir die mit Perlen gefüllten Austern lieber.

Nachmittag in Swakobmund

Am Nachmittag machen wir einen Stadtrundgang und besuchen das Jetty von 1905. Das Lokal „The Tug“ direkt am Jetty, ist stilvoll eingerichtet und hat eine traumhafte Lage am Wasser. Alte Bilder zeigen das Jetty von damals, als noch die Dampflok die Güter an die Schiffe brachte. Nördlich davon

23. April Tag 13

Die Living Desert Tour konnten wir zum Glück am Vortag noch recht kurzfristig buchen. Am besten reserviert ihr etwas früher, da die Tour sehr stark nachgefragt ist – auch in der Nebensaison. Um 8.30 geht es dann los und wir werden nicht enttäuscht. Der Ausflug ist absolut empfehlenswert und dauert ca. 4 Stunden mit vielen interessanten Informationen zum Klima und dem Leben in der Wüste. Wir sehen den niedlichen Wüstenlurch, Schlangen und viele andere wichtige Lebewesen in der Wüste. Die Fahrt mit dem Allradfahrzeug über die Dünen macht auch richtig viel Spaß.

Das Abendessen gibt es heute im Brauhaus, an dessen Tresen wir viele interessante Personen aus Swakobmund kennenlernen. Zum Abschluss gibt es noch ein Getränk in Kücki´s Pub. Die beiden Lokale sind offensichtlich die angesagtesten in der Stadt.

24. April Tag 14 Fahrt von Swakopmund nach Uis (196 km)

Entlang der Küste fahren wir nordwärts und sehen uns kurz vor Henties Bay noch ein Schiffswrack am Strand an, über welchem sich die Wellen brechen. Ein kurzer Besuch im Ort, dann fahren wir landeinwärts bis Uis. In Petra´s Guesthouse mit Pool wird heute übernachtet. Die gemütliche Anlage ist inzwischen an eine namibische Familie verkauft. Die junge Familie betreibt das Gästehaus sehr liebevoll. Wir buchen die Sundowner Tour mit Naphtaly, dem heutigen Inhaber von Petra´s Guesthouse, die durch ein Tagebaugebiet einer ehemaligen Zinnmine führt und genießen ein kühles Bier.

25. April Tag 15

Fahrt von Uis nach Fingerclip (180 km)
Heute geht es weiter am Brandberg vorbei zu den Burned Mountains und den Organ Pipes.

Twyfelfontein – Namibia

Gleich daneben befindet sich Twyfelfontein. Ein Besuch bei diesem Weltkulturerbe lohnt sich. Wir sind begeistert von den Felszeichnungen. Wir befinden uns jetzt mitten im Damaraland Namibias. Als Nächstes besichtigen wir den Petrified Forest bei Khorixas, also den versteinerten Wald. Im nahe gelegen Ort Khorixas tanken wir noch einmal auf und versorgen uns mit Trinkwasser. Hier werden wir auch zum ersten Mal von Einheimischen etwas bedrängt, was allerdings nach ein paar bestimmten Worten schnell erledigt war. Im Anschluss daran fahren wir zum Fels Fingerklippe. Da wir recht spät dran sind, sehen wir den Fels nur aus der Entfernung bei Sonnenuntergang und fahren dann flott weiter zur Libertas Game Farm bei Fingerclip.

Libertas Game Farm

Fahrt von Fingerclip zum Etosha Nationalpark (160 km)

Hier wohnen wir günstig, aber sehr urig als einzige Gäste. Für den Morgen hatten wir eine Sunrise Pirsch auf der Farm gebucht, die sich gelohnt hat. Wir sehen mehrere Giraffen aus nächster Nähe und erfahren viel über Elefanten, die gerne über viele hundert Meter die Zäune planieren und die Wilderer, die auf den Farmen ihr Unwesen treiben. Einer der Gründe, warum fast jeder eine Schusswaffe besitzt. Ein weiterer Grund sind natürlich auch die wilden Tiere, die ihr hier auch überall antreffen könnt.

25. April Tag 15

Jetzt geht es voller Spannung auf der C39 in Richtung Etoscha Nationalpark. Unterwegs ändert sich permanent das Landschaftsbild. Rießige Termitenhäufen links und rechts an der Straße prägen auf langer Strecke das Bild, bis wir den Ort Outjo erreichen. Hier könnt ihr in einem großen Supermarkt eure Vorräte auffüllen. Direkt daneben befindet sich auch ein Bottlestore. Für ein paar Dollar bewacht ein freundlicher Einheimischer unser Auto höchstpersönlich. Ein guter Zeitpunkt im nahegelegenen Cafe an der Straße einen leckeren Kaffee zu genießen. Wir beobachten das rege Treiben auf der Straße, bevor wir wieder auf das Land ziehen.

Eldorado Guest Farm

Wir beziehen unser Quartier die Eldorado Guest Farm in Okaukuejo und machen die Predator Tour. Hier bekommen wir aus der Sicht des Farmers erklärt, weshalb die Tiere aus dem Etoscha Nationalpark, hier gefangen und nicht gleich erschossen werden, obwohl sie häufig die Nutztiere der Farm als leichte Beute reißen. Leider ist keine Rückführung der wilden Tiere in den Etosha Nationalpark möglich. Am Zaun der Farm bekommen wir Besuch von zwei jungen Löwen, die häufig der Fütterung beiwohnen und auch mal einen Fetzen Fleisch abbekommen. Der Farmer verdient sich mit den Predator Touren das Geld für das Futter der Tiere, die hier in den großen Käfigen leben. So sehen wir hier noch Leoparden, Geparden und Hyänen. Danach ist Erholung am Pool und ein sehr leckeres Abendessen angesagt. Die Eldorado Guest Farm hat riesige Zimmer und ist sehr schön gemacht. Ideal ist auch die Lage zum Etosha und das Preis-Leistungsverhältnis.

Etoscha Nationalpark Einfahrt Andersson´s Gate

26. April Tag 16

Jetzt endlich kommen wir in den Etoscha Nationalpark. Am Anderson Gate checken wir für 2 Tage in den Park ein. Übernachtet wird im Halalicamp. Zunächst fahren wir westlich der Etoschapfanne. Eine Empfehlung eines Reiseleiters, den wir in Swakopmund kennengelernt hatten. Wir werden nicht enttäuscht. Ob es die Hyäne mit dem Bein eines Zebras im Maul war, die unseren Weg kreuzte, oder die riesigen Gruppen von Springböcken, Zebras, Gnus und nicht zuletzt ein faules Rudel Löwen im Baumschatten. Ein fantastischer tierreicher Tag. Kurz vor Erreichen unseres Nachtlagers beobachteten wir noch einen Kampfadler, der kurz zuvor ein Springbockbaby gerissen hat und im Beisein der hilflosen Mutter verspeist.

Die letzten Sonnenstrahlen erleben wir gerade noch am Wasserloch von Halali, wo noch ein paar Elefanten am Trinken sind. Gegen 18.00 sollen es neben einem Nashorn etwa 40 Elefanten gewesen sein.

Gegen 23.00 beobachten wir noch eine Familie Nashörner mit einem Baby.

27. April Tag 17 Etoscha Nationalpark

Gleich nach dem Frühstück geht es wieder auf Pirsch Richtung Osten. Zunächst finden wir nur die Hinterlassenschaften von Elefanten, von ihnen selbst leider keine Spur. Neben Zebras, Springböcken und vielen Vögeln zieht uns auch die trockene Etoscha Pfanne in ihren Bann.

Am letzten Wasserloch kurz vor Torschluss noch die Belohnung. Eine große Herde Elefanten bahnt sich den Weg ans Wasserloch, danach kommen die Giraffen …herrlich. Rechtzeitig um 18.40 verlassen wir den Etoscha Nationalpark am Osttor, dem Von Lindequist Gate. Die Öffnungszeiten sind immer von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang.

Emanya Etosha Lodge

Heute sind wir wohl in der schönsten Lodge unserer Reise angekommen. Die Lodge heißt Emanya Etosha mit Frühstück, 9000 Namutoni, Namibia, GPS-Koordinaten S 018° 48.913, E 17° 12.783

Leider verbringen wir hier nur eine Nacht. Die Anlage ist super modern mit tollem Pool und Wohlfühlatmosphäre. Sie liegt bei Namutoni direkt am Ost Eingang zum Etoscha Nationalpark und hat viele Tiere, die man beobachten kann. Das Abendessen ist hervorragend.

28. bis 30. April Tag 18 & 20

Waterberg

Heute reisen wir weiter nach Waterberg. Gut 4 Stunden brauchen wir zum Waterberg Plateau. Wir wohnen für 2 Nächte im Waterberg Camp am Waterberg Plateau N.P. (Region Otjozondjupa). Im Camp selbst kann man schöne Wanderungen, eine davon bis hoch auf das Plateau unternehmen und eine unglaubliche Aussicht auf die Ebene darunter genießen. Etwas mulmig kann einem dann schon werden, wenn man auf dem Rückweg frische Leoparden Spuren in seinen eigenen Fußspuren findet. Am zweiten Tag unternehmen wir eine geführte Safari auf das Waterberg Plateau. Das Gebiet ist geschützt und kann nicht auf eigene Faust erkundet werden. An einem Wasserloch haben wir das Glück Wasserbüffel und Giraffen zu beobachten. Hier leben viele seltene Tiere. Unter anderem rund 200 Vogelarten.

1. Mai Tag 21 (320 km)

Windhoek

Heute stehen die letzten 320 km auf dem Fahrplan. Auf dem Weg zu unserer Airport Lodge (East of Kaapsfarm, 9000 Voigtland, Namibia) statten wir noch der Hauptstadt Namibias, Windhoek einen Besuch ab. Wir parken direkt an der lutherischen Kirche und geben den selbst ernannten Aufpassern etwas Taschengeld. Zunächst besuchen wir das geschlossene Independent Museum, was sich trotzdem lohnt, da ihr mit dem Aufzug in ein Restaurant in der obersten Etage kommt. Die Aussicht auf Windhoek lohnt sich. Gleich nebenan befindet sich der Tintenpalast und der Garten des Parlaments. Der Garten ist sehr schön angelegt. Weiter geht es dann mit dem Auto in die Independence Avenue und vorbei am Craft Market. Leider ist die Zeit für einen ausgedehnten Stadtbummel zu knapp, sodass wir auch bald die letzte Etappe in Richtung Flughafen fahren.

Airport Lodge

Die Airport Lodge Windhoek liegt sehr schön und wurde vom Inhaber selbst Stück für Stück gebaut. Entsprechend stolz ist er auch zurecht darauf. Die Unterkünfte sind sehr schön gemacht und es gibt eine lässige Bar. Den letzten Sonnenuntergang unserer Namibia Rundreise genießen wir hier auf der Lodge und er ist herrlich, bevor wir unser leckeres Abendessen und ein paar Abschiedsdrinks­­ genießen. Am nächsten Morgen sind es nur wenige Kilometer zum Flughafen, wo unsere fantastische Reise leider endet.


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