Roadtrip Garden Route & Route 62 in Südafrika

21 Tage mit dem Mietwagen auf der Garden Route

(Enthält Werbelinks*)

Ziemlich spontan und kurz entschlossen für unsere Verhältnisse buchen wir erst 3 Wochen vor Reisebeginn unseren Condor Flug nach Kapstadt für Mitte März. Da wir einigermaßen flexibel sind, ergattern wir zwei Hin- und Rückflugtickets für 999 €. Dank der übersichtlichen Buchungsmaske und Flugpreisvergleich bei Condor eine tolle Sache. Unseren Kompaktklassen Mietwagen für die 21 Tage bekommen wir für € 316,00 bei billiger-mietwagen.de. Beste Voraussetzungen für unseren Roadtrip auf der weltberühmten Garden Route, sie soll eine der schönsten Routen überhaupt sein.

Vor Reiseantritt: UBER Konto, Kreditkarte und evtl. Snap Cash besorgen. In Südafrika SIM Karte zulegen und am besten gleich am Schalter einrichten lassen. Die Netzabdeckung ist prima und damit kannst du auch die Services wie UBER einfach nutzen. UBER wird in Südafrika auch aus Sicherheitsgründen den Taxis vorgezogen.

Beigeschmack: Ausländer zahlen den 4-fachen Eintritt in Nationalparks, Museen usw. Es wird nirgendwo empfohlen sich bei Dunkelheit draußen aufzuhalten… „die Rauben euch aus“, war oft zu hören. Wobei wir uns insgesamt wohlgefühlt haben. Sehr oft werden Elektrozäune um die Anwesen gezogen. Das kannten auch schon von Namibia.

Kapstadt

22.3. – 25.3.

Von Frankfurt starten wir am Donnerstag um 21.55 Uhr und fliegen mit Condor in 12 Stunden nach Kapstadt in Südafrika. Ankunft ist Freitag 10.55 Uhr. Wir bleiben für 3 Tage im Stadtzentrum im Hotel Signature Lux Hotel by ONOMO, in der Nähe der Waterfront. Ein modernes Hotel in einem historischen Gebäude. Ein stylisches Hotel nahe der Victoria & Alfreds Wharf Waterfront. Mit knapp € 60,00 die Nacht und 800 Meter Entfernung zur Waterfront, ist es ein toller und günstiger Ausgangspunkt, um Kapstadt zu erkunden. Weitere Hotels in Kapstadt – Cape Town findest du hier.

Downtown Kapstadt

Wir machen uns nach dem Check-in auf den in die Stadtmitte von Kapstadt und machen einen gemütlichen Stadtrundgang in der Altstadt bis kurz vor Sonnenuntergang. Für unseren ersten Sonnenuntergang buchen wir an der Waterfront eine Sundownertour auf einem der zahlreichen Boote. Was sollen wir sagen? Wir waren fasziniert von dem unglaublich schönen Sonnenuntergang und zu allem Glück sprangen in unserer Nähe auch noch Wale, obwohl gar keine Saison für Wale ist. Vollkommen geflasht genießen wir noch ein leckeres Abendessen in der Waterfront und schauen dem bunten treiben zu.

Hop on Hop off Kapstadt & Tafelberg

Am heutigen Samstag machen wir die vorab gebuchte Hop on – Hop off Bus & Tafelberg Tour.
Die blaue Route führt um den gesamten Tafelberg herum. An der Hout Bay, der Camps Bay und am Sea Point lohnt sich ein Ausstieg. In der Hout Bay kannst du ebenso einen Schnorchel Trip mit Seehunden buchen, wie in der Plettenberg Bay auch. Informationen bekommst du unter sealsnorkeling.com. Zahlreiche andere Attraktionen liegen an der Strecke, die wir allerdings später mit unserem Mietwagen besuchen.

Camps Bay

An der Camps Bay machen wir eine Pause und genießen einen Snack im Hard Rock Café mit Blick auf den fantastischen Strand. Flüssiges Gold war Bier für die Minenarbeiter. Nachdem wir die blaue Route absolviert hatten, fuhren wir die gelbe Linie durch die Innenstadt, um diverse alte Gebäude zu sehen. Die meisten Sehenswürdigkeiten auf der Altstadtlinie hatten wir am Vortag ja schon auf eigene Faust erkundet.

Tafelberg

Dann geht’s mit der roten Linie hinauf auf den Tafelberg, besser gesagt zur Talstation. Wir hatten das Ticket ja schon vorab gebucht und mussten somit nicht lange warten und kamen recht zügig mit der Seilbahn auf den Berg hinauf. Hier oben erwartet dich eine grandiose Aussicht und wir sind extra so spät gefahren, um von hier oben den Sonnenuntergang genießen zu können und was sollen wir sagen? Es hat sich absolut gelohnt. Blutrot taucht die Sonne am Horizont unter.
Die vierte Linie führt in die nahegelegenen Weinregionen. Wenn du alle Routen planst, lohnt sich auch ein 2 Tage Ticket.

Robben Island Alternativprogramm

Heute hatten wir Robben Island auf dem Programm… Unsere Tour zur ehemaligen Gefängnisinsel fiel wegen starken Nebels leider aus. Hier waren während der Apartheid viele politische Gefangene eingesperrt. Der wohl bekannteste unter ihnen war Nelson Mandela. So haben wir uns zunächst etwas enttäuscht gemütlich an der Waterfront Mall herumgedrückt und einige Snacks zu uns genommen.

Bo-Kaap Citywalk

Dann sind wir mit dem Taxi in die Stadtmitte zum kostenlosen Citywalk in das Bo-Kaap Viertel gefahren. Kostenlos heißt in dem Fall, dass ein großzügiges Trinkgeld zu Recht erwartet wird, denn die Tour und die Geschichten, die unser Guide erzählt hat, waren klasse. Das überwiegend von Moslems bewohnte Viertel zeichnet sich durch seine farbenprächtigen Häuschen aus. Bo-Kaap heißt übersetzt oben am Kap. Weshalb die Häuser so bunt sind weiß niemand so richtig. Es gibt unzählige Geschichten, die sich darum ranken. Nur eines steht fest, kein Haus hat die Farbe des Nachbarhauses. Sonntags ist in der Altstadt von Cape Town gar nichts los, weshalb uns nahegelegt wurde, dieses Gebiet sonntags aus Sicherheitsgründen zu meiden. Und ja, es laufen einige seltsame Gestalten durch die Straßen.

Mit UBER zur Victoria & Alfred Waterfront

Dann steht unsere allererste UBER Fahrt an und wir sind auch super zufrieden damit. Alles hat hervorragend geklappt und es kostete weniger als die Hälfte des Taxis der Hinfahrt. Viele Leute aus Kapstadt erzählen uns, das es nicht nur günstiger, sondern auch sicherer sei mit UBER zu fahren, als mit einem Taxi. Wir lassen uns wieder zur Victoria & Alfred Waterfront fahren, wo wir um 18 Uhr die nächste Sunset Tour auf einem Katamaran buchen. Heute sehen wir zwar auch wieder Wale, jedoch leider sehr weit entfernt.

Kap der Guten Hoffnung & Simon’s Town

25.3. – 26.3.

Chapmans Peak Drive

Heute fahren wir an der Küste südwärts über den Chapmans Peak Drive nach Richtung Simon’s Town. Die Strecke kostet Maut, ist aber jeden Cent wert. Teilweise wurde die Straße in die Steilküste hinein gesprengt. Am besten packst du dir ein Vesper für einen der zahlreichen Aussichtspunkte ein.

Kap der Guten Hoffnung und Cape Point

Unterwegs halten wir an zahlreichen Aussichtspunkten, bevor wir das Kap der Guten Hoffnung und Cape Point erreichen. Das Gebiet gehört ebenfalls zum Table Mountain Nationalpark. Trotz Nebensaison dauert es eine ganze Weile, bis wir im Park eingecheckt sind. Am Kap fahren wir vom Parkplatz mit der Zahnradbahn nach oben zum alten Leuchtturm. Der Leuchtturm war in der Vergangenheit wegen des starken Nebels und der hohen Position, an der er steht, oft nicht für die vorbeifahrenden Schiffe zu sehen. So wurde ein weiterer weiter unten errichtet. Die Aussicht ist klasse und es gibt diverse Wanderwege. Einer führt hinunter zum neueren Leuchtturm. Dieser sagenumwobene Ort ist ein Muss auf dieser Reise.

Die eineinhalbstündige Wanderung bei Olifantos, am Shipwreck Trail schaffen wir leider nicht mehr. Hier hast du die Möglichkeit den 1,5 Stunden Shipwreck Trail zum Wrack der Thomas T Tucker zu gehen, ebenso ist auch der 2,5 Stunden lange Rundweg möglich. Im Park kannst du auch Übernachtungen buchen, jedoch solltest du das sehr frühzeitig einplanen. Wenn du den Park zu spät verlässt, droht wie in den anderen Nationalparks ein Bußgeld von rund 30 €

Nach einem gemütlichen Abendessen in Simon’s Town lassen wir den spannenden Tag ausklingen. Wir wohnen im Flying Penguin mit viel Platz und einem super bequemen Bett. Das ältere Ehepaar, welches die Ferienwohnung führt, ist äußerst herzlich. Am nächsten Morgen erwartet uns ein tolles Frühstück, welches uns direkt in das Zimmer gebracht wurde. Weitere Unterkünfte in Simon’s Town findest du hier.

Boulder Beach

Gleich nach dem Frühstück machen wir uns auf den Weg zu der hier lebenden Pinguin Kolonie am Boulder Beach. Der Boulder Beach grenzt an die Ortschaft Simonstown. Es gibt einen offiziellen Eingang an den Strand, wo du direkt mit den Pinguinen ins Wasser gehen kannst, oder sie zwischen den Badetüchern umherwatscheln. Der hier erhobene Eintritt dient der Arterhaltung der inzwischen gefährdeten Tiere. Dennoch gibt es auch die Möglichkeit weiter in Richtung Simon’s Town zu laufen, wo am angrenzenden Strand auch einige der niedlichen Pinguine an Land gehen. Wir verbringen hier einige Stunden, weil wir Tiere lieben. Erst recht, wenn sie so niedlich und fotogen sind.

Von Simon’s Town nach Gansbaai

26.3. – 28.3. (192 km – rund 3 Stunden)

Wir wohnen in der Ferienwohnung Whale of a time für zwei Nächte. Nach unserem Bezug im Whale of a time gehen wir im Fishermans am Hafen von Gansbaai zu Abend essen. Es ist einfach, gut und günstig.
Weitere Unterkünfte in Gansbaai findest du hier.

Adrenalin im Haikäfig

Heute ist um 8 Uhr Treffpunkt bei Great White Shark Tours. Es gibt ein gutes Frühstück und ein Briefing, bevor wir zur Bootstour zu den Weißen Haien an den vorgelagerten Inseln starten. Mit 1000 PS geht es in wenigen Minuten hinüber. Da in den beiden vergangenen Jahren immer wieder Orcas gesichtet wurden, sind weniger Weiße Haie als üblich da. Das heißt für uns entspannen, sonnen und abwarten.

Nach zwei Anläufen im Käfig bei 11Grad warmen Wasser, haben wir beim dritten Mal richtig Glück. Der erste Hai ist ein jüngeres Tier mit etwa 2,5 Meter, dann kommt ein fast ausgewachsenes Exemplar mit etwa 5 Metern an uns vorbei. WOW, absolut beeindruckend. Wir sind fasziniert von der Geschmeidigkeit der Haie und das Wasser ist unter dem Adrenalin Einfluss auch gar nicht mehr so kalt, wie zunächst befürchtet. Im Tour Preis sind neben dem Frühstück auch Getränke und kleine Snacks an Bord enthalten. Am Ende der Tour hast du die Möglichkeit in der Basis noch etwas zu Essen und zu duschen. Alles in allem eine unglaubliche Erfahrung mit einer großen Portion Adrenalin, so wie der Bestätigung, dass die Haie sich für uns überhaupt nicht interessierten. www.sharkcagediving.net

28.3. – 29.3. (88 km 1.15 Stunden)

Von Gansbaai zum Kap Agulhas

Gansbaai

Bevor wir weiterfahren, besuchen wir das Dyer Island Conservation Trust. Wo 1920 noch 1 Million der niedlichen afrikanischen Pinguine lebten, sind es heute gerade mal noch 18.000. Eine traurige Entwicklung, weshalb wir hier eine Patenschaft übernehmen, um die wertvolle Arbeit dieses Schutzzentrums zu unterstützen. www.dict.org.za kümmert sich auch um viele andere bedrohte Meeresbewohner und Vögel. Nach dem Aufenthalt in Pinguin Rescue Center in Gansbaai, setzen wir unsere Fahrt an der Küste bis zum Pearl Beach fort. Wir sehen uns die wunderschönen Strände an und fahren dann weiter bis zur Struis Bay. Hier kannst du im Hafen Stachelrochen beobachten oder füttern, die hier auf die Fischreste der Fischer warten und ihre Kreise ziehen.

Kap Agulhas

Anschließend sind es nur noch ein paar Kilometer zum Kap Agulhas. Wir parken am Leuchtturm und gehen bis zum neuen Two Oceans Monument ca. 1 km an dem schönen Küstenwanderweg entlang. Das Monument wurde am 26.3.19 vom Tourismusminister offiziell eingeweiht. Für ein Taschengeld starten wir dem Leuchtturm noch einen Besuch ab. Gut 70 steile Stufen geht es hinauf bis zu dem stürmischen aber sensationellen Ausblick. Im Anschluss fahren wir über die Schotterpiste noch gut einen Kilometer westwärts, um das Wrack eines gesunkenen japanischen Fischkutters zu besichtigen. Im Naturschutzgebiet am Kap Agulhas kannst du herrlich spazieren gehen und wandern. Wir übernachten im The Gift zum Preis von € 34.-. Die Unterkunft ist klein und einfach, jedoch ihren Preis wert. Das Frühstück ist lecker, das Zimmer sauber und vor allem das Bett bequem. Direkt neben unserer Unterkunft lebt eine Familie Fuchsmangusten oder auch Yellow Mangoose.
Weitere Unterkünfte in Agulhas findest du hier.

Direkt neben unserer Unterkunft lebt eine Familie Fuchsmangusten oder auch Yellow Mangoose.

Vom Kap Agulhas nach Mossel Bay

29.3. – 30.3. (275 km gut 3 Stunden)

Santos Express

Auf dem Weg zur Mossel Bay halten wir noch einmal an der Struits Bay zum Stachelrochen füttern. Am Hafen bekommst du günstige Sardinen. Direkt daneben ist ein schöner Badestrand. Weiter geht es über Swellendamm, der 3. ältesten Stadt Südafrikas. Bevor wir Swellendamm verlassen, vertreten wir uns an der schönen Kirche Dutch Reformed Church im Zentrum die Beine und trinken ein paar Meter weiter am Museum noch einen Cappuccino, bevor es nach Mossels Bay weitergeht.

Kurz nach Sonnenuntergang erreichen wir unseren Zug den, Santos Express in Mossels Bay. Übernachtung im Santos Express. Der Santos Express ist ein umgebauter und ausrangierter Zug in der Mosel Bay. Er steht direkt an einer schönen Sandbucht. Wir sind hier sicher nicht wegen des Komforts untergekommen, sondern vielmehr fanden wir die Idee klasse, in einem alten Zug zu übernachten. Knapp 9 Quadratmeter stehen uns zur Verfügung, was uns nicht davon abhielt hier abzusteigen. Ach ja und die Gepäckablage gibt ja auch noch…
Weitere Unterkünfte in der Mossel Bay findest du hier.

Von Mossel Bay nach Wilderness an der Garden Route

30.3. – 31.3. (60 km – 45 Minuten)

Den Tag beginnen wir in Downtown Mossel Bay, nachdem wir im Santos Express ein leckeres Frühstück mit Blick auf den schönen Strand genossen haben. Wir besuchen des Bartolomeu Dias Museum, sowie den Post Tree. An diesem Baum sollen einst die Portugiesen eine Nachricht für nachfolgende Schiffe hinterlassen haben. Natürlich haben wir es uns hier nicht nehmen lassen unsere Postkarten aufzugeben, um den Sonderstempel zu erhalten, welchen du auch nur hier erhältst. Im Anschluss an unseren Museumsbesuch sehen wir uns noch einige der historischen Gebäude in der Altstadt an, bevor wir in das touristische Viertel von Mossel Bay fahren. Besonders gut gefallen hat uns der Küsten Wanderweg St. Blaize oberhalb der Steilküste. Etwas außerhalb gibt es noch den Diaz Express, ein historischer Dampfzug, welcher heute leider nicht fährt. Wenn du darauf Lust hast, solltest du vorher nach dem Fahrplan sehen.

George

Auf dem Weg nach Wilderness machen wir in George einen kurzen Abstecher in das Transportmuseum mit einer tollen Sammlung an Dampfloks und schönen Oldtimern, obwohl das Museum eigentlich schon geschlossen hat, lässt uns eine freundliche Wachfrau noch schnell einen Blitzbesuch machen.

Kurz nach George verändert sich dann die Landschaft. Plötzlich tauchen Urwälder auf. Da niemand genau sagen kann, wo genau die Garden Route eigentlich beginnt, beginnt sie für uns eben hier. Am Kaaimansrivier kurz vor Mossel Bay findest du ein idyllisch gelegenes Restaurant direkt am Fluss, welcher von der historischen Eisenbahnbrücke überquert wird. Vom nahegelegenen Dolphin´s Point hast du einen tollen Blick auf die Brücke und auf das Meer. Hier kannst du mit etwas Glück Delfine und Wale in den Wintermonaten beobachten. Der Aussichtspunkt ist recht hoch, es lohnt sich also ein Fernglas dabei zu haben. Am Hotel unternehmen wir noch eine schöne Kanutour bis zum Sonnenuntergang, bevor wir den Abend im Restaurant Blue Olive ausklingen lassen. Wir wohnen im Fairy Knowe Hotel, direkt am Fluss. Weitere Hotels in Wilderness findest du hier.

Von Wilderness nach Knysna

31.3. – 2.4. Garden Route (50 km – 36 Minuten)

Knysna an der Garden Route Tag 1

Vor unserer Abfahrt wandern wir im Wilderness Nationalpark an der Garden Route den Halfcolored Kingfisher Trail am Fluss Touwsrivier bis zum Wasserfall hinauf. Der Hin und Rückweg beträgt gute 7 Kilometer, welche richtig Spaß machen, obwohl es manchmal nieselt. Große Strecken gehst du auf Holzstegen, eine Flussüberquerung auf einem Floß mit Handbetrieb steht auf dem Programm und der Urwald ist atemberaubend. Leider haben wir mit dem Wetter heute nicht allzu viel Glück, deshalb fahren wir nach der Wanderung ohne Umwege bei Dauerregen direkt nach Knysna. Die schönen Strände unterwegs haben bei diesem Wetter leider nur den halben Charme, trotzdem sind sie schön anzusehen. In Knysna selbst besuchen wir nur noch die Bayside zum Abendessen. Es gibt hier zahlreiche Restaurants und Shops und hier fahren die Boote auf die diversen Inseln, bzw. zu den 2 Heads, die links und rechts eine der gefährlichsten Hafeneinfahrten der Welt flankieren.

Knysna an der Garden Route Tag 2

Am zweiten Tag in Knysna fahren wir um 10.00 Uhr an den Hafen um die Bootstour durch die Lagune anzutreten. Das Highlight sind die Knysna Heads, welche die gefährliche Einfahrt flankieren. Für uns ist die Fahrt sehr gemütlich, da unser Ausflugsschiff leider nur bis an die Engstelle fährt. Kleinere Boote fahren hindurch, nur leider nicht heute, da schon Nebensaison ist. Es gibt auch die Möglichkeit in das private Naturreservat Featherbed zu fahren. Der Ausflug dauert 4 Stunden und es sind tolle Wanderungen möglich.

Diepvalle Forest

Wir fahren im Anschluss in das Hinterland, um eine kurze Wanderung im Diepvalle Forest an der Garden Route zu unternehmen. Es gibt 4 Wanderwege zwischen 6 und 10 Kilometern Länge. Ein großer Teil der Anfahrt ist Schotterstrasse (Gravel Road). Wir haben das Glück und beobachten eine große Familie wilder Grünmeerkatzen. Als sie uns entdecken, sind sie unglaublich neugierig und beobachten uns, während sie durch die Bäume toben. So haben wir jede Menge tolle Fotos der niedlichen Tiere aus nächster Nähe machen können. Kurz vor Sonnenuntergang besuchen wir noch den Viewing Point am Eastern Knysna Head. Die Aussicht ist fantastisch und die Strömungen lassen auf die Gefährlichkeit dieser Hafeneinfahrt schließen.

Wir wohnen die zwei Nächte in der Abalone Lodges mit Blick in die Lagune. Die schöne Anlage ist ein guter Ausgangspunkt für zahlreiche Unternehmungen. Weitere Unterkünfte in Knysna findest du hier.

2.4. – 4.4. Garden Route (92 km 1 Stunde)

Knysna bis zum Stormsrivier im Tsitsikamma Nationalpark

Robberg Nature Reserve

Wir machen uns auf den Weg in Richtung Stormriver (Stormsrivier). In der Plettenberg Bay haben wir um 10 Uhr eine Ausfahrt mit Offshore Adventures zu der Robbenkolonie am Robberg Nature Reserve mit rund 8600 Tieren gebucht. Alleine schon der Start ist sensationell. Unser 260PS Boot wird mitsamt Anhänger und uns an Bord mit Anlauf ins Meer geschubst. Dann dauert es gut 20 Minuten, bis wir die Kolonie erreichen. Nach einem Briefing zum Schutz der Robben und auch uns, geht es dann ins Wasser. Es dauert nicht lange und die neugierigen Robben fangen an uns zu beschnuppern. Am Ende der faszinierenden Tour geht es mitsamt Boot Vollgas auf den Strand hinauf. Was für ein Spaß.

Nature Valley bis Tsitsikamma Nationalpark

Im weiteren Verlauf unserer Tour machen wir einen kurzen Abstecher an den schönen Strand Keurboomstrand. Wir verlassen dann die N2 und Folgen der R102 hinunter ins Nature Valley, den westlichen Teil des Tsitsikamma Naturschutzgebietes. Hier fahren wir auf der 102 vom Natural Valley gemütlich über das Tal Grootrivier Pass zurück auf die N2. Unterwegs findest du zahlreiche Picknick Plätze, tolle Aussichten und es ist ganz einfach eine herrliche Strecke.

Bloukrans Bridge

Wenige Kilometer nach der Mautstelle erreichst du die berühmte Bloukrans Brücke an der Garden Route. Das architektonische Meisterwerk ist gleichzeitig auch der Ausgangspunkt für einen der höchsten Bungee Sprünge der Welt. Nach Angaben des Betreibers sogar der höchste Sprung aus über 200 Metern. Die Angaben im Internet sind unterschiedlich. Nichtsdestotrotz solltest du dir den Sprung oder das Zuschauen nicht entgehen lassen. Wir entscheiden uns für letzteres und sind schwer beeindruckt.

Dann erreichen wir unsere nächste Unterkunft. Die nächsten beide Nächte verbringen wir in Stormsrivier im Andelomi Nature’s Rest. Der ort selbst hat nicht viel zu bieten, ist jedoch ein guter und günstiger Ausgangspunkt für den Tsitsikamma Nationalpark. Weitere Unterkünfte in Stormsrivier findest du hier.

Tsitsikamma Nationalpark

Tag 2 im Tsitsikamma Nationalpark an der Garden Route. Der Waterfall Trail: Die Gehzeit für den etwas anspruchsvolleren Wanderweg an der Steilküste wird mit +- 3 Stunden ausgewiesen. Wir lassen uns Zeit und benötigen gute vier Stunden für den Hin und Rückweg, obwohl wir zügig gehen. Der Wasserfall ist sehr sehenswert, auch die Guano Cave unterwegs ist beeindruckend. Wenn du es schafft vor der Mittagszeit da zu sein, kannst du schöne Bilder machen. Wir sind etwas spät dran und können den Wasserfall leider nur noch im Gegenlicht fotografieren, da die Sonne genau über dem Wasserfall steht.

Die Suspension Bridge weiter östlich sehen wir uns natürlich auch noch an, obwohl unsere Beine schon schmerzen. Gut ein Kilometer ist es vom Parkplatz bis zur Hängebrücke. Den dahinterliegenden Aussichtspunkt will ich auch noch sehen, obwohl Dany das Laufen für heute schon aufgegeben hat. Dafür quäle ich mich dann noch etwa 200 Meter steil den Hügel hoch, was sich letztendlich lohnt. Die Aussicht ist sensationell so ganz alleine auf der oben angebrachten Sitzbank. Mit letzter Kraft schleppen wir uns noch zum Abendessen und in dann auch direkt ins Bett. Im Park gibt es weitere Trails von 1 bis 4 Kilometern Länge durch den Wald.

Von Stormsrivier zum Addo Elephant Park

4.4. – 5.4. Garden Route (200 km 2 Stunden)

Der heutige Tag beginnt um halb sieben. Immerhin stehen heute 200 km Fahrt zum Addo Elephant Park an und wir wollen da so viel Zeit wie möglich verbringen. Kurz nach Stormsrivier an der Garden Route steht eine weitere Brücke mit sagenhafter Aussicht. Sie ist wie zwei weitere baugleich mit der Bloukrans Bridge, nur kannst du auf der Storms River/Paul Sauer Bridge hinüberlaufen. Unterwegs machen wir noch Halt in Jeffreys Bay, da wir hier die weltberühmten Surfer Strände ansehen wollen. Wir sehen einigen Surfern zu und sind sehr fasziniert von ihrem können und den unglaublichen Wellen.

Addo Nationalpark

Zügig fahren wir auf der Garden Route weiter, um möglichst früh im Addo Elephant National Park anzukommen. Um 12 Uhr erreichen wir das Süd-Portal namens Mathyolweni Gate. Nach dem Anmelde Prozedere fahren wir ganz gemütlich in Richtung Haupt Gate, nachdem wir uns im Besucherzentrum über die aktuellen Tiersichtungen informiert hatten. Unterwegs sehen wir unglaublich viele Tiere womit wir um die Mittagszeit nicht gerechnet hätten. Eine große Herde Elefanten beobachten wir über eine Stunde am Wasserloch. Jungtiere beim Spielen oder am Verjagen der dort trinken wollenden Warzenschweine oder auch der einsame Schakal der keine Chance hat dort einen Schluck zu sich zu nehmen. Als plötzlich ein Bulle aufgeregt und drohend auf die Piste stürmt, sind alle Autos plötzlich weg.

Nach dem Check-In in unsere Unterkunft begeben wir uns noch einmal auf eine Pirsch Fahrt, jedoch müssen wir wie alle anderen um 18 Uhr im Camp sein. Es gibt diverse Pirsch Fahrten den ganzen Tag über im Addo zu buchen, jedoch sind die interessantesten wohl um 17 Uhr die Sundowner Tour mit Snack und Getränk für 540 Rand und die Nachttour um 19.00 für 480 Rand. Dauer je 2 Stunden. Im Camp selbst kannst du einen Vogelbeobachtungspfad gehen oder im Untergrund Versteck mit etwas Glück Tiere am Wasserloch beobachten.

SanParks – South African National Parcs

Wir wohnen im Addo Elephant Park in der Forest Cabin (HF4).  Unsere Unterkunft ist eine geräumige Blockhütte mit Außengrill. Diese und andere Unterkünfte direkt in den Parks kannst du nur bei SanParks buchen.

Am nächsten Morgen begeben wir uns natürlich wieder auf Pirsch Fahrt. Auf dem Weg nach Colchester unterhalb des Addo Parks, nehmen wir uns so viele Pisten wie nur möglich vor, in der Hoffnung doch noch einen der wenigen Löwen im Park zu entdecken. Leider klappt das nicht, dafür sehen wir noch einmal viele Elefanten, Büffel und Zebras, sowie zahlreiche kleinere Tiere.

Von Addo nach Colchester bei Port Elisabeth

5.4. – 6.4.

Unsere Unterkunft ist die Elephants Footprint Lodge in Colchester nahe der größten Sanddünen der südlichen Hemisphäre. Erst gegen 18.00 erreichen wir die sehr schöne Lodge mit 4 Sternen, die sie auch verdient hat. Unser komfortables Zimmer erfüllt alle unsere Wünsche inklusive Außendusche. Das drei Gänge Menü ist erstklassig.
Hier endet unser Roadtrip an der Garden Route auch leider schon wieder. Von heute ab führt uns die Strecke in das Hinterland. Wäre der Addo Park nicht ausgebucht gewesen, hätten wir in Colchester in der Reihenfolge vor Addo gebucht. So mussten wir den Umweg in Kauf nehmen. Weitere Unterkünfte in Colchester findest du hier.

Von Colchester nach Graaff-Reinett

6.4. – 7.4. (240 km 2 Stunden 20 Minuten)

Unterkunft Ferienwohnung Flower´s Halt

Bei Colchester besuchen wir die Alexandria Dünen und das Pearson Park Resort. Die Alexandria Dünen sind die größten Dünen der südlichen Hemisphäre. Hier kannst du Bootstouren unternehmen, auf den Dünen wandern oder auch einfach darauf sind hinunter surfen. Auf jeden Fall sind sie einen Abstecher wert, wenn du etwas Zeit hast, bevor du weiterfährst.

Dann geht es auf die Etappe nach Graaff-Reinett. Gute 3 Stunden reine Fahrzeit solltest du einkalkulieren. Viele schöne Ecken bremsen uns für das eine oder andere Foto aus.

Graaff Reinett – Camdeboo National Park

Wir beziehen unser Zimmer im Flower´s Halt und lassen uns noch ein paar Ausflugstipps geben. Das Zimmer ist einfach, aber zweckmäßig und preiswert. Am Ziel angekommen, nutzen wir die dreieinhalb Stunden für einen Besuch in das Naturschutzgebiet Camdeboo. Den Sonnenuntergang genießen wir am Valley of Desolation, nachdem wir die 1,5 Kilometer des Crag Lizard Trail mit fantastischen Aussichten auf Graaff-Reinett, die kleine Karoo und das Valley of Desolation gegangen sind. Im Park kannst du zahlreiche Trails gehen. Für die Offroad Fahrer gibt es auch einen 4×4 Trail. In Graaff-Reinett findest du wunderschöne Häuser und auch die Groot Kerk ist bemerkenswert schön. Wir wohnen sehr zentral bei einer jungen Familie. Unterkünfte in Graaff-Reinett findest du hier.

Route von Graaff-Reinett nach Stellenbosch

Von Graaff-Reinett nach Oudtshoorn

7.4. – 8.4. (380 km 3 Stunden 10 Minuten)

Hotel Oudtshoorn Old Mill Lodge & Restaurant

Nach einem kurzen Stadtrundgang in Graaff-Reinett machen wir uns auf den Weg nach Oudtshoorn, nachdem wir uns die bekanntesten Häuser angesehen hatten. Nach knapp vier Stunden erreichen wir unser Ziel, nachdem wir zahlreiche Foto Stopps gemacht hatten und besuchen noch die sehenswerten Cango Caves, welche zu den schönsten Höhlensystemen der Welt gezählt werden. Dummerweise haben wir nur die einstündige Tour gebucht. Für 180 Rand kannst du die Adventure Tour durch enge Durchgänge buchen, welche allerdings nichts für Besucher mit Platzangst ist. Im Kassenbereich gibt es originalgetreue Nachbildungen der Durchgänge, die du passieren musst, um das vorher einmal auszuprobieren. Wie unsere deutschsprachige Führerin Matilda meinte; spätestens nach drei Wochen ohne Wasser und Brot kommt jeder wieder heraus, falls er stecken geblieben ist.

Den Abend lassen wir gemütlich mit einem Abendessen in der Old Mill Lodge & Restaurant ausklingen, nachdem wir noch die unzähligen, niedlichen Hasen auf dem Grundstück ausgiebig gefüttert hatten. Die alte Mühle ist ein sehr ruhiger Ort und guter Ausgangspunkt zu vielen Sehenswürdigkeiten in der Umgebung. Das Abendessen war spitze, der Spätnachmittag und Abend leider stark verregnet. Weitere Unterkünfte in Oudtshoorn findest du hier.

Von Oudtshoorn nach Montagu auf der Route 62

8.4. – 9.4. (238 km – 2 Stunden 30 Minuten)

Nachdem wir Oudtshoorn verlassen haben, folgen wir der legendären Route 62, die auch gerne mit der berühmten Route 66 in den USA verglichen wird, bis Montagu. Die Route 62 war früher die Hauptverbindungsstrecke von Kapstadt nach Port Elizabeth, bevor die Autobahn gebaut wurde. Die Gesamtstrecke sind rund 230 sehenswerte Kilometer. www.route62.co.ca Unterwegs sehen wir einen großen Wald- und Steppenbrand, wie er in Südafrika leider häufiger vorkommt. Ebenso kommen wir unterwegs durch die schönen Ortschaften Ladysmith und Berrydale.

Im Vergleich zu vielen anderen Ortschaften ist es hier erstaunlich sauber und schön hergerichtet. Unterwegs lohnt sich auch eine kurze Pause an Ronnys Sex Shop. Bring einen ausländischen Geldschein, eine Visitenkarte oder einen BH mit… Der Laden ist eine Legende. Unsere Unterkunft in Montagu ist die Mountain View Lodge mit einer herrlichen Dachterasse mit Pool und fantastischem Ausblick. Die gastfreundliche Familie, die die Lodge führt, stammt aus Belgien und somit gibt es auch sehr leckeres Bier neben einem sehr guten Frühstück. Weitere Unterkünfte in Montagu findest du hier.

Von Montagu über Franschhoek nach Kapstadt

9.4. – 10.4. (250 km – 3,5 Stunden)

Nach der schönen Route 62, sind wir von den ersten 50 Kilometern nach Montagu in Richtung Kapstadt nicht sehr begeistert, nachdem wir von einer Baustelle in die nächste fahren durften. Erst als die Weinbaugebiete nach Worcester an der R1 auftauchen, genießen wir die Fahrt. Am Tunnel nach Worchester entscheiden wir uns für die alte Passtrasse, über den Du Toits Kloof Pass und haben eine herrliche Aussicht. Der kurze Umweg lohnt sich ebenso wie der kurze Abstecher nach Franschhoek. Für die Winetram waren wir aber leider zu spät, jedoch hat sich der Abstecher in die quirlige Stadt mit den schönen Häusern gelohnt. Wenn Du also eine Tour durch die Weinregion mit der Tram planst, findest du Informationen unter folgendem Link, damit du nicht wie wir zu spät ankommst winetram.co.za

Den letzten Abend unserer Reise lassen wir in Kapstadt in der Waterfront Mall ausklingen. Eine letzte Sunsettour steht auf dem Programm, bevor wir unser letztes Abendessen zu uns nehmen. Unsere letzte Nacht verbringen wir wie zu Beginn der Reise im Signature Lux Hotel by ONOMO nahe der Waterfront.

Rückflug 12,5 Stunden

Booking.com

*wie in allen unseren Berichten sind auch hier Werbelinks und Empfehlungen genannt, die wir ohne Aufforderung platziert haben. Wir tun dies nur, wenn wir selbst davon überzeugt sind, oder diese einen Mehrwert für dich bieten.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.