Roadtrip Andalusien – Spanien

Reisebericht Andalusien

Anreise nach Marbella

28.12 Tag 1 Los ging es vom Flughafen in Zürich.

Vom gebuchten Parkplatz bei Zürich Airparks ging es in 5-minütiger Transferzeit zum Flughafen. Um 11.40 Uhr startete der Flieger und brachte uns sicher um16.20 Uhr in Malaga an.

Mit unserem Mietwagen ging es um 17 Uhr zum Hotel ins 50 km vom Flughafen entfernten Marbella. Das Appartment El Faro Marbella, in dem wir ein gemütliches Studio für 2 Personen mit Übernachtung und Frühstück gebucht hatten, war das 1. Hotel unserer Reise. Am Abend luden uns die gepflegten und von Grünanlagen und vielen Palmen umgebene Promenade Marbellas mit seinen vielen gemütlichen Bars und Restaurants zu leckeren Tapas ein. Um diese Jahreszeit bekamen wir von der High Society in Marbella nicht viel mit.

Ronda

29.12. Tag 2

Am nächsten Morgen machten wir uns von Marbella auf über die Costa del Sol mit ihren Küstenstraßen oberhalb herrlicher Strände und dem tiefblauen Meer ins ca. 50 km entfernte Ronda.

Diese alte maurische Stadt nordwestlich von Marbella liegt im Gebirge Serrania. Sie gehört zu den schönsten Gegenden Andalusiens. Auf einem 165 m hohen Felsplateau wird die Stadt durch eine tiefe Schlucht in zwei Teile getrennt. Ronda ist durch eine beeindruckende Brücke verbunden. Neben der historischen Altstadt ist Ronda Ausgangspunkt schöner Wanderungen. Wie zum Beispiel durch den Parque Natural Sierra de Grazalema das UNESCO-Biosphärenreservat mit seiner einzigartigen Tier- und Pflanzenwelt.

Gibraltar

Weiter fahren wir durch malerisch weiße andalusische Dörfer nach Gibraltar. Sehr interessant ist der Grenzübergang. Noch nie zuvor haben wir bei einer Grenzüberquerung mit dem Auto gleich eine Start- bzw. Landebahn für Flugzeuge überquert.

Noch ein bisschen Sightseeing am Abend in Gibraltar. Dann bezogen wir von faszinierenden Eindrücken geschafft unser Hotelzimmer, welches wir im Gibraltar Hotel Apartamento Precioso Marbella Paseo Maritimo gebucht hatten. Da wir hier auf englischem Boden sind, essen wir natürlich Fish & Chips zu Abend. Wir sind fast alleine in der Stadt Gibraltar unterwegs.

30.12. Tag 3

Der 3. Tag unserer Reise führt auf den Upper Rock Nature Reserve in Gibraltar. Da wir nur einen halben Tag Zeit haben, beschließen wir das Auto zu nehmen, um den Upper Rock zu erkunden. Wer Zeit hat, sollte sich zum Höhepunkt der Felsen Tour mit der Seilbahn aufmachen und die Spitze des Felsens und den atemberaubenden Ausblick aus 400 m über dem Meeresspiegel anschauen. Dort trifft man auf die einzigen frei lebenden Berberaffen Europas. Klein, frech und diebisch passt auf ihre Beschreibung.

In einer Höhe von 300 Meter dürft ihr die natürliche Grotte St. Michaels Cave nicht verpassen. Sie wurde schon von Neandertalern bewohnt und verzaubert durch die Schönheit ihrer Stalaktiten und Lichtspiele.

Im Eintrittspreis ist die St. Michaels Höhle, der Aussichtspunkt Apes Den und die Great Siege Tunnels (eine Reihe von Tunneln innerhalb des Felsens von Gibraltar) sowie das Military Heritage Center, City und die Siege Exhibition, Moorish Castle und Natur Walks inbegriffen. Die 100 Ton Gun in Hafennähe ist ebenfalls im Preis inkludiert.

Jerez de la Frontera

Am frühen Nachmittag geht die Fahrt weiter nach Jerez de la Frontera (117 km – 120 Min). Jerez de la Frontera ist  die Heimatstadt des Sherrys. Hier befindet sich die Real Escuela Andaluza del Arte Ecuestre, die Königliche Andalusische Hofreitschule an der die klassische Reitkunst bis zur hohen Schule praktiziert und gelehrt wird. Hier lohnt sich ein Rundgang in der Altstadt. Wir sind einige Stunden unterwegs und sehen uns die schönen Gebäude und Kirchen an.

Außerdem sehen wir uns das Centro Andaluz de Flamenco (Flamenco Zentrum) an. Bei einer Besichtigung der Bodega Gonzales & Byass -Tio Pepe runden wir mit einer Wein- und Brandy Probe den Tag genüsslich ab und lassen in unserem  Hotel B&B Hotel Jerez den eindrucksvollen Tag ausklingen.

Cádiz

31.12. Tag 4

Knapp 40 km entfernt besuchen wir heute Cádiz, die älteste Stadt Spaniens. Fast allseitig vom Meer umschlossen, ist sie uns einen Abstecher wert um die wunderschöne Altstadt, die Festung am Hafen (Eintritt frei), den wunderbaren Plaza de las Flores (Blumenmarkt) und den Torre Ravira (Wachturm) zu besichtigen. Innerhalb weniger Stunden hat es diese wunderschöne Stadt mit ihren engen, Schlucht artigen Gassen und der einzigen barocken Kathedrale Spaniens der Catedral Nueva in unsere Herzen geschafft. Der Besuch lohnt sich.

Sevilla

Dann geht es weiter nach Sevilla (94 km – 70 Min). Wir wohnen dort im Hotel Pasarela. Unser Hotel liegt an der Plaza de Espana, rund 1,2 km von der Kathedrale entfernt. Gespannt wollen wir den letzten Tag des Jahres ausklingen lassen.

Ab 20 Uhr sind die Gassen der Stadt leer, die Spanier feiern mit Familien und Freunden und kommen erst spät in die Stadt. Viele Bars sind geschlossen und die Touristen ziehen durch die Straßen und suchen sich eine Möglichkeit um essen zu gehen. So auch wir und wir müssen feststellen, das ohne Reservierung nicht viel zur Auswahl steht. So landen wir an einem Imbiss und besorgen uns etwas zu Essen und ein paar Getränke und sitzen mit ein paar Backpackern und Obdachlosen am Plaza Nuevo und haben spannende Gespräche mit den unterschiedlichsten Menschen.

Und dann Silvester auf dem Plaza Nuevo – Leute aus aller Welt treffen sich hier auf dem Platz. Den Platz, den wir fast alleine für uns hatten, füllt sich immer mehr bis Mitternacht.

Genau um Mitternacht der erste Glockenschlag. Nach der Tradition isst man zu jedem Glockenschlag eine Weintraube. Wer es schafft, soll im kommenden Jahr Glück haben. Am besten solltet ihr rote Unterwäsche tragen, die den Tag über in der ganzen Stadt zum Kauf angeboten wurde, das bringt ebenfalls Glück. Auf ein  großes  Feuerwerk wartet ihr vergeblich.

01.01. Tag 5

Am 1. Tag des neuen Jahres besichtigen wir in der Innenstadt von Sevilla Barrio Santa Cruz. Barrio Santa Cruz ist das wichtigste touristische Viertel von Sevilla. Es ist das ehemalige jüdische Viertel der mittelalterlichen Stadt mit seinen kleinen Geschäften. Danach führt uns der Weg zur größten gotischen Kirche der Welt. Die Kathedrale von Sevilla und die Giralda (1401-1519 erbaut). Die Giralda ist das erhaltene Minarett der ehemaligen Hauptmoschee. Sie steht seit 1928 unter Denkmalschutz und gehört seit 1987 zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Der mittelalterliche Königspalast Reales Alcazares sowie die Plaza Espania gehören ebenfalls zu den Zielen des heutigen Tages.

02.01. Tag 6

Nach so viel Kultur und Sightseeing ist heute mal Shopping angesagt. Im Factory-Outlet Center in der Nähe des Flughafens von Sevilla an der A4. Viele Modelabels warten hier auf Abnehmer und Kauflustige zu attraktiven Preisen. Zum Beispiel kostet eine Jeans von Guess Premium statt € 198 nur noch € 69 oder eine Jacke von Desigual statt € 139 nur € 69. Das Center hat auch sonntags ab 11 Uhr geöffnet.

Wer dem Rummel dann doch noch entfliehen möchte, hat die Möglichkeit an einer der Rundfahrten in der Sierra Aracena & Gruta de las Maravillas (Naturpark mit Tropfsteinhöhlen) oder der Medina Azahara (Ruinen der Palaststadt aus dem 10. Jahrhundert) teilzunehmen.

Carmona

03.01. Tag 7

Auf dem Weg nach Cordoba besuchen wir Carmona, eine sehr alte, von einer hohen Mauer umschlossenen Stadt aus der Römerzeit mit engen Gassen und hübschen Plätzen. Imposant ist das massive Stadttor. Im Inneren der Stadt führen mehrere Markierungen auf dem Boden mit der Inschrift „ROUTA TOURISTICA“ zu den Sehenswürdigkeiten dieser andalusischen Stadt.

Sehr praktisch, so kann man sich viel Zeit sparen. Einen herrlichen Mirador gibt es oben nahe dem Hotel der Parador-Kette. Auf dem Platz im Zentrum am Rathaus bietet sich eine Pause an.

Nun geht es aber weiter nach Cordoba.

Was ihr euch unbedingt auch noch anschauen solltet, ist die Moschee Mezquita. Die Moschee aus dem 8. Jahrhundert hat im inneren einen Wald von über 1000 Säulen und einen im 16. Jahrhundert hinzugefügten Chor und Hochaltar. Von außen ist sie ein unscheinbares, massives Gemäuer, was durch die verzierten Torbögen auf sein inneres schließen lässt. Der Eintritt in die Kathedrale von Cordoba Santa Iglesia Catedral kostet € 10. www.catedraldecordoba.es. Direkt an die Meuquita grenzt die Juderia an. Die Juderia ist ein Gewirr von Gassen mit weiß gekalkten Häusern. Sie war das Judenviertel Córdobas aus dem Mittelalter. Überall finden sich Souvenirgeschäfte. Doch zwischen all dem Trubel könnt ihr immer wieder ruhige Plätze und schön dekorierte Innenhöfe bewundern. Die Callejón de las Flores ist eine blumengeschmückte Sackgasse am Glockenturm der Mesquita.

Hier in Cordoba steht die einzige erhaltene Synagoge in Andalusien aus dem 14. Jahrhundert zu besichtigen. Während der Vertreibung der Juden 1492, wurden alle anderen Synagogen nach und nach zerstört.

Auf jeden Fall einen Besuch wert ist ein rekonstruierter, farbenfroher arabischer Markt mit vielen Handwerksgeschäften im nahegelegenen Zoco. Am Rio Guadalquivir lohnt sie ein Abstecher auf die römische Brücke Puento Romano.

Dann geht es weiter über Montoro. Über eine Straße mit alten Gemäuern und einer Brücke aus dem 15. Jahrhundert kommen wir nach Jaén.

Jaén

Jaén ist eine von acht Provinzen Andalusiens. Die gleichnamige Hauptstadt wird immer noch als wohl gehüteter Geheimtipp gehandelt. Sie bietet eine bezaubernde Natur und prächtige Kultur vergangener Zeiten. Das Wahrzeichen der Stadt ist die Kathedrale mit ihren 17 Kapellen und prächtigen Glockentürmen und liegt mitten im Zentrum der historischen Altstadt. Sie ist eine der wichtigsten Pilgerstätten Spaniens, da in ihr das heilige Tuch, mit dem die heilige Veronika das Gesicht Christi trocknete, aufbewahrt wird.

Priego

Nun habt ihr die Möglichkeit entweder direkt nach Granada oder für einen Abstecher nach Priego de Cordoba mit seinen vielen Barockkirchen zu fahren. Priego wird wegen ihrer vielen Brunnen Stadt des Wassers und wegen ihrer vielen barocken Gebäude Juwel des cardobesischen Barock genannt. Auch das maurische Stadtviertel Barrio de la Villa ist mit seinen engen Gassen einen Besuch wert.

Zuheros und Umgebung

Nun führt uns der Weg nach Zuheros. Ein idyllisches Dorf im Gebirge mit seiner Burgruine und dem herrlichen Blick über riesige Olivenhaine ist idealer Ausgangspunkt für Wanderer. Nach einer Stärkung und einem Kaffee bei unglaublicher Aussicht, den ihr hier am besten in der Cafeteria/ Restaurante Los Palancos unterhalb der Burgruine genießt. Darüber hinaus lohnt sich der Besuch der Cuevo del Cerro de los Murcielagos – einer Fledermaushöhle. (Besuch am besten mit Voranmeldung). Wenn ihr von Burgen und prächtigen Renaissancegebäuden noch nicht genug habt, dann empfiehlt sich die wunderschöne Burg Castillo de la Mota ca. 30 km von Cordoba, oder die Banos de la Encina, eine der schönsten Burgen Spaniens. Auch in Ubeda und Baeza befinden sich noch unzählige Sehenswürdigkeiten auf dieser Weltkulturerberoute. Allen voran das ehemalige Hospital de Santiago – eines der schönsten Bauten Ubedas. Auch Baeza besticht mit besonders reizvollen Plätzen der Renaissance.

Granada

04.01. Tag 8

Die Alhambra ist das bedeutendste Erbe der Mauren. Den märchenhaften Königspalast findet man auf dem Sabikah-Hügel Granadas. Die Nasridenpaläste mit ihren traumhaften Gärten sind das Herzstück der Alhambra. Hier befanden sich Regierungssitze und Privaträume der maurischen Herrscher. Auch der Palast Karls des V. befand sich dort.

Neben der Festungsmauer befindet sich der Sommerpalast der Geralife. Ein Fußweg unter hohen Zypressen führt zu den Gartenanlagen mit ihren beeindruckenden Wasserspielen.

Nach so vielen hoheitlichen Prachtbauten und architektonischer Kunst tut uns ein Bummel und eine kleine Rast im maurischen Viertel Albaicin in Granada gut.

Und schon geht es weiter zur Königskapelle Capilla Real. Sie ein beeindruckendes Gebäude der Gotik direkt neben der Kathedrale und darüber hinaus die Grabstätte der spanischen Monarchen Isabella und Ferdinand, welche Spanien von der Herrschaft der Mauren befreiten. Das Gebäude, das auch im inneren mit beeindruckender Schönheit besticht, beherbergt unter anderem in der Krypta 5 Särge aus Blei, darunter sollen die Gebeine der Befreier sein. Um 19.00 Uhr startet eine große Parade. Es wird die Ankunft der heiligen 3 Könige gefeiert und an die Kinder werden große Mengen von Bonbons und Geschenken verteilt.

So, nun haben wir uns im Restaurant La Cueva de 1900 am Plaza Nueva ein leckeres Essen (nicht im Sparsektor) verdient. Glücklich und zufrieden kommen wir in unserem Hotel Don Juan in Granada an, in dem wir unsere Übernachtung mit Frühstück gebucht haben.

05.01. Tag 9

Heute besuchen wir die Sehenswürdigkeiten in der Sierra de Granada. Antequera, die Weiße Stadt liegt mit seinen ca. 40000 Einwohnern im bergigen Hinterland etwa 50 km von Malaga entfernt und ist vom Massentourismus verschont geblieben. Die Region lebt überwiegend von den Oliven und Getreideanbau. Die bizarre Karstlandschaft ist in ganz Spanien einzigartig.

Die Paraje Narural de Antequera, das Steingrab der Dolmen de Menga und die Salzwasser-Lagune Fuente de Piedra (eine der wenigen Brutplätze von rosa Flamingos in Spanien) alleine sind beeindruckende Ziele an diesem Tag.

06.01 Tag 10

Pampaneira und Bubión

Heute fahren wir rund 67 km in Richtung Las Alpujarras einer wunderschönen Umgebung in der Sierra Nevada. Die Berge der Sonne wie sie liebevoll von den Mauren genannt wurden, sind in der Regel von November bis Mai unter einer puderweißen Schneehaube bedeckt. Pampaneira und Bubión sind unsere Ziele unterhalb der Schneegrenze.

Die herrlichen Aussichten und wirre, kleine Gassen bestimmen das Bild dieser schönen Dörfer. Tolle Wanderungen und Ausritte zu Pferd sind nur ein kleiner Teil der Möglichkeiten hier oben im Gebirge. Unser Tipp für eine Unterkunft in Bubión sind die Appartementos Turistico Rural Los Tinaos. Wir sind uns sicher die Gebirgsregion Alpujarras mit ihren malerischen maurischen Dörfern wieder einmal zu besuchen.

Nerja

Nun fahren wir weiter ca. 60 km zur Costa del Sol bis Nerja.
Nerja, ein Küstenort im Süden Spaniens ist im Sommer wohl hoffnungslos überfüllt, jetzt im Winter aber auf jeden Fall eine kurze Pause wert. Ihr solltet unter dem Balkon de Europa jedoch keine besonders spektakuläre Uferpromenade erwarten. Es sind eher 100 Meter mit ein paar typischen Touristenrestaurants. Die Cuevas de Nerja, ein Kalksteinhöhlensystem mit imposanten Stalaktiten, Stalagmiten und altsteinzeitlichen Malereien ist ca. 3 km von Nerja entfernt. Ein geführter Rundgang der Höhle lohnt auf jeden Fall, auch wenn touristisch sehr erschlossen und die Höhle auf ausschließlich betonierten Wegen begehbar ist.

Nun geht es zurück nach Malaga zum Ausgangspunkt unserer Reise. Diesmal haben wir in Malaga im Igh Eliseos  Hotel unsere Übernachtung mit Frühstück gebucht. Die Lage ist sehr zentral und die Preis-Leistung passt.

07.01. Tag 11

So und nun der letzte Tag unserer spannenden Reise durch Andalusien.

Beginnend mit dem Besuch der oberhalb der Stadt befindlichen Festungs- und Palastanlage Alkazaba und dem römischen Theater. Der Besuch lohnt sich auf jeden Fall, schon alleine wegen der fantastischen Aussicht auf Malaga, der imposanten Kathedrale, dem Hafen und der Parkanlagen. Beim anschließenden Rundgang durch die Altstadt machen wir eine Rast in der Kult Bodega El Pimpi.

Danach besuchen wir das Museum Picassos unweit des Geburtshauses von Pablo Picasso mit mehr als 200 seiner Werke. Sowohl Gemälde als auch Skulpturen und Keramiken des Künstlers über alle Schaffensperioden sind zu bewundern.